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Gyoza

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Gyoza

Gyoza​ sind die japanische Variante der chinesischen Jiaozi, von denen sie abstammen. Die japanischen Gyoza​ zeichnen sich durch einen besonders dünnen Teig und intensive Aromen aus. Sie werden wahlweise gedämpft, frittiert, gebraten oder gekocht und mit Sojasoße verzehrt.

Was ist Gyoza?

Was den Chinesen die weit verbreiteten Jiaozi, sind den Japanern die Gyoza​ genannten Teigtaschen. Das japanische Wort Gyoza​ (ギョーザ ) leitet sich vom chinesischen Giaozi ab, wie die Jiaozi im Dialekt der Provinz Shandong ausgesprochen werden. In China wurden die Teigtaschen der Legende nach im ersten Jahrhundert erfunden. Der Heiler Zhang Zhongjing bemerkte im Winter, dass viele Menschen Erfrierungen an den Ohren hatten, weil sie sich nicht ausreichend warm anziehen konnten. Um sie zu behandeln, füllte er eine heiße Lammbrühe mit chinesischer Medizin in kleine Teigtaschen, die seine Patienten verzehren sollten. Diese Teigtaschen nannte er „Jiao’er“ (zarte Ohren). Prosaischer ist die Vermutung, dass die Teigtaschen ihren Weg aus Zentralasien über die Seidenstraße nach China fanden und von dort auch Japan erreichten.

Wie werden Gyoza​ hergestellt?

Wie ihre chinesischen Verwandten werden Gyoza​ aus einem dünnen Teig hergestellt, der zu halbmondförmigen Teigtaschen geformt wird. Die Füllung ist variabel. In der klassischen Variante wird feingehacktes Fleisch (Hähnchen, Schwein oder Rind) mit geraspeltem Kohl, Nira (japanischem Schnittlauch), Knoblauch, Ingwer, Sojasoße, Sake (japanischem Reiswein) oder Mirin (süßem Reiswein) und etwas Sesamöl zu einer Masse gerührt. Verschiedene Köche verwenden heute auch andere Zutaten, um aus ihren Gyoza​ etwas Besonderes zu machen. Dies können Shrimps sein, Pilze oder Käse. In der Stadt Hamamatsu, die zusammen mit Utsunomiya als Gyoza​ Metropole Japans gilt, werden Bohnensprossen über die Gyoza​ verteilt.

Der größte Unterschied zu den chinesischen Jiaozi besteht in der Zubereitung: Während Jiaozi grundsätzlich gedämpft werden, legen japanische Köche ihre Gyoza​ in die Pfanne, um sie auf einer Seite anzubraten. Erst dann werden sie gedämpft. Manche Köche braten die Gyoza​ auch von beiden Seiten an (Yaki Gyoza​), garen sie in heißem Wasser (Sui Gyoza​) oder frittieren sie in Fett (Age Gyoza​). Diese letztere Variante ist eher selten und macht die Gyoza​ zu einer Art japanischer Frühlingsrolle. Gedämpfte Gyoza​ werden Mushi Gyoza​ genannt.

Wie werden die Gyoza​ verzehrt?

In Japan sind Gyoza​ ein beliebter Snack zu jeder Tageszeit. Oft werden sie zum Frühstück verspeist, als Snack in der Mittagspause oder abends zum Bier. In den unzähligen Ramen-Restaurants in Japan sind Gyoza​ eine beliebte Beilage. Da Gyoza​ nicht wirklich satt machen, essen vor allem jüngere Japaner sie heute auch gerne zusammen mit Reis und anderen Beilagen wie gebratenem Fleisch.

Als Snack in einem einfachen Restaurant (Izakaya) bestellt, werden meist sechs Gyoza​ auf einem Teller serviert. Eine Portion für eine Person heißt auf Japanisch ichininmae, eine Portion für zwei Personen nininmae. Die Gyoza​ werden mit etwas Rayu (scharfem Chili-Öl), Sojasoße und Essig beträufelt und verzehrt. Wichtig: Da die Gyoza​ Füllung eher flüssig in der Konsistenz ist, sollten die einzelnen Teigtaschen über dem Teller oder einem zusätzlichen Schüsselchen verzehrt werden. Die restliche Brühe kann man dann aus dem Schüsselchen trinken.

Probiere auch

Magst du die zarten japanischen Gyoza, solltest du auch einmal ihre chinesischen Verwandten, die Jiaozi ausprobieren. Eng verwandte europäische Varianten sind zum Beispiel die osteuropäischen Pierogi.

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