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Griechische Küche

Griechische Küche

Frische Lebensmittel und erstklassiges Olivenöl kennzeichnen die griechische Küche. Griechenland ist eine Nation der Seefahrer und der Inseln. Fisch und Meeresfrüchte sind hier ebenso beliebt wie würzige Fleischspeisen und nahrhafte Gemüse- und Bohnengerichte, die häufig eine Hauptmahlzeit ersetzen. Joghurt und Süßspeisen schätzen Griechen ebenfalls.

Griechische Küche – gesund, frisch, aromatisch

Vegetarier fühlen sich in Griechenland oft wie in einem Schlaraffenland. Obst und Gemüse wachsen auf den Hügeln des Festlandes in einer Qualität, die ihresgleichen sucht. Griechen sind daran gewöhnt, Gemüse und Hülsenfrüchte als gesunde Hauptmahlzeiten zu verzehren. Griechische Hausfrauen servieren Fleisch in erster Linie am Sonntag. Unter der Woche leben die Griechen eher frugal. Das bedeutet nicht, dass sie sich kasteien. Alle griechischen Gerichte zeichnen sich durch ausgewogenen Geschmack aus, bei dem die Aromen der Lebensmittel voll zur Geltung kommen.

Was prägt die griechische Küche am meisten?

Olivenöl und Oliven sind die Zutaten, die griechische Gerichte am meisten prägen. Griechen schwören auf ihr Olivenöl, das Blutgefäße gesund erhält und Entzündungen im Körper bekämpft. Viele Griechen in den Großstädten wie Athen und Thessaloniki haben Verbindungen in kleine Dörfer auf dem Land oder auf den Inseln, über die sie erstklassiges Olivenöl beziehen. Dieses Öl hat wenig mit der industriellen Massenware zu tun, die man in Discount-Supermärkten ersteht – obwohl selbst günstiges Olivenöl immer noch weitaus gesünder ist als viele andere Pflanzenöle.

Nichts geht ohne Oliven und Olivenöl

Griechische Hausfrauen verwenden Olivenöl in Quantitäten, die deutsche Hausfrauen wahrscheinlich erschrecken würden. Griechische Restaurants in Deutschland schränken sich diesbezüglich etwas ein und passen den Gebrauch des Olivenöls deutschen Gaumen an. Neben Olivenöl spielen auch Oliven eine wichtige Rolle in der griechischen Küche. Griechen kennen eine Vielzahl verschiedener eingelegter Oliven, von schwarzen, getrockneten Oliven aus Kalamata bis zu grünen Konservolia-Oliven vom Peloponnes. Der griechische Salat Choriatiki ist ein Beispiel, wie einfach und dennoch köstlich griechische Rezepte sein können. Tomaten, Gurken und Zwiebeln würzt man mit Oliven, Feta, Oregano und Salz. Olivenöl vermischt sich mit dem Saft der Tomaten zum Dressing – fertig.

Wie verwendet man Kräuter in der griechischen Küche?

Jemista ist ein Lieblingsgericht der Griechen, das auch Vegetarier problemlos genießen können. Zucchini, Tomaten und Paprikaschoten werden mit Reis, Zwiebeln und vielen Kräutern gefüllt. Fasolikia ist ein Eintopf, für den man grüne Bohnen in einer Tomatensoße schmort. Für Spanakopita füllt man hingegen hauchdünnen Filoteig mit Spinat, Frühlingszwiebeln und Feta. Kräuter wie Oregano, Minze, Thymian und Dill werden in Griechenland in großen Mengen verwendet. Sie überdecken jedoch nie den Geschmack der Hauptzutaten, sondern unterstreichen deren Aroma. Außerdem schwören Griechen auf Chorta, grüne Wildkräuter. In den Hungerjahren nach dem Zweiten Weltkrieg überlebten viele Griechen nur, indem sie die Hügel nach grünen Kräutern absuchten. Seitdem serviert man die gekochten Kräuter regelmäßig mit Zitronen und Olivenöl.

Welche Rolle spielen Hülsenfrüchte?

Neben Gemüse sind Hülsenfrüchte ein unverzichtbarer Bestandteil der griechischen Küche. Fasolada, ein Eintopf mit weißen Bohnen, ist das Nationalgericht. Revithia (Suppe mit Kichererbsen), Fakes (Linsensuppe) oder Gigantes (gebackene Riesenbohnen in Tomatensoße) sind deftige Spezialitäten, die Vegetarier ebenso entzücken wie ausgemachte Fleischfreunde. Zu Hülsenfrüchten reicht man Feta, den salzigen Ziegenkäse, der wie knuspriges Brot bei kaum einer Mahlzeit fehlt.

Souvlaki – Fast Food auf Griechisch

Souvlaki

Pita, weiches Fladenbrot, ist in Deutschland sehr beliebt. In Griechenland dient es in erster Linie als Hülle für Souvlaki, gegrillte Fleischspießchen. Man füllt die Pita mit gegrilltem Schweinefleisch, Zwiebeln, Krautsalat, Tomaten und Tzatziki. Die griechische Version von Fast Food ist wesentlich gesünder als ein Hamburger und schmeckt deutlich würziger. In Deutschland kommt meist Gyros in der Pita. Fleisch essen die meisten Griechen ebenso gerne wie Fisch und Meeresfrüchte. Keftedes (mit Oregano und Knoblauch gewürzte Fleischbällchen) sind eine Spezialität, die an deutsche Frikadellen erinnert. Etwas ungewöhnlicher sind Grillspezialitäten wie Kokoretsi, das man traditionsgemäß an Ostern grillt. Dafür umwickelt man aufgespießte Innereien vom Schaf mit gewaschenen Därmen und grillt die Spieße, bis die Außenseite ganz knusprig ist. Stifado dagegen ist ein köstlicher Eintopf mit Hasenfleisch, das man mit ganzen Schalotten in einer mit Zimt gewürzten Tomatensoße schmort.

In welcher Reihenfolge serviert man Speisen?

Bei einem Festmahl verfolgen Griechen keine bestimmte Speisenfolge. Alle Gerichte erscheinen gemeinsam auf dem Tisch und jeder langt kräftig zu. Tzatziki aus dem berühmten, vollfetten Joghurt mit Gurke und Knoblauch steht neben Taramosalata (Dip mit Fischrogen) und Melitzanosalata (geröstete, pürierte Auberginen). Mit Reis und Kräutern gefüllte Weinblätter sind eine typische Delikatesse. Frittierte Kartoffeln sind eine ebenso beliebte Beilage wie Reis. Zusätzlich darf Brot nicht fehlen, dem Maismehl manchmal eine leicht gelbliche Farbe verleiht.

Welches Gericht verkörpert griechische Kochkunst?

Der Sitz der Gefühle ist der Magen, sagt ein griechisches Sprichwort. Griechische Hausfrauen versuchen deshalb, den Magen so gut wie möglich zu füllen. Moussaka ist ein Gericht, das die griechische Kochkunst verkörpert und fast jeden Magen erfreut. Gebratene Auberginenscheiben schichtet man mit würzigem Hackfleisch und manchmal auch Kartoffeln in eine Form, begießt sie mit cremiger Béchamelsoße, streut geriebenen Kefalotiri-Käse darüber und backt die Moussaka anschließend im Ofen, bis sich eine goldbraune Kruste bildet.

Fisch und Meeresfrüchte – eine Verneigung vor Poseidon

Fisch hat einen Ehrenplatz in der griechischen Küche. Ob frittierte Kalamari, gegrillte Tintenfische, Oktopus in Tomatensoße: Das griechische Meer liefert eine Fülle von Fisch und Krustentieren, die Griechen sehr schätzen. Ein eher traditionelles Gericht sind Kroketes Bakaliarou (Fischklößchen aus Stockfisch), die man mit Skordalia reicht – einer Knoblauchsoße, die ihre Hauptzutat nicht verleugnen kann. Midia Pilafi heißt ein Reisgericht mit Muscheln, das an die spanische Paella erinnert. Kakavia nennt man die griechische Version einer Fischsuppe.

Wann essen Griechen Süßspeisen?

Wie die meisten Menschen lieben Griechen ihre Süßspeisen, die an religiösen Festtagen eine Hauptrolle spielen. Als Dessert verzehren Griechen meist frisches Obst. Süßspeisen reicht man nur zu festlichen Mahlzeiten oder als Snack zum berühmten griechischen Kaffee. Wenn Gäste in einem griechischen Haus eintreffen, lädt man sie in der Regel zu Kaffee ein, den eine süße Spezialität begleitet. Wie ihre türkischen Nachbarn bevorzugen Griechen ihre Süßspeisen im wahrsten Wortsinn süß. Baklava und Kataifi sind die griechischen Versionen türkischer Süßigkeiten, die sich im Geschmack kaum unterscheiden. Den berühmten griechischen Joghurt isst man mit Honig und Walnüssen oder Mandeln. Halva bezeichnet zwei verschiedene Gerichte in Griechenland: einen Kuchen, den man aus Grieß und Zucker bäckt, oder eine Süßigkeit aus gemahlenen Sesamsamen, die man mit Puderzucker vermischt. An Weihnachten bereiten griechische Hausfrauen Melomakarona und Kourabiedes zu, süße Kekse, die auf der Zunge schmelzen. Ostern zelebriert man mit Koulourakia und Tsoureki, dem griechischen Osterbrot.

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